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Prof. Dieter G. Weiss, Vortrag mit Selbstversuchen

Optische Täuschungen: Wie uns unser Gehirn anlügt  

Ort:   Hörsaalbau, Institut für Biowissenschaften, Albert-Einstein-Str. 3 
Raum: Hans-Spemann- und Karl-von-Frisch-Hörsäle 
Zeit:   21:00 – 21:40 Uhr (40 min)

auch für Kinder ab 10 Jahre geeignet

 
Weiße Pfeile - Objektivität und Täuschung

Unsere Sinnesorgane sind zuverlässig und verschaffen uns ein genaues und echtes Bild unserer Umwelt – so glauben wir jedenfalls. In Wirklichkeit hat die Evolution uns aber mit einem Gehirn ausgestattet, das uns oft täuscht, auch wenn wir es meistens nicht wissen. Es hilft uns, bei der Wahrnehmung Bildinhalte sehr schnell zu erfassen, weil es eben nicht nur die reale Welt als Quelle nutzt, sondern die Sinneseindrücke auch je nach Erfahrung, Stimmung oder Wahrscheinlichkeit verbessert und korrigiert.

An vielen überraschenden Beispielen wird gezeigt, dass wir oft gar nicht das, was da ist, sehen sondern das, was unser Gehirn für richtig, wichtig oder wahrscheinlich hält. Dabei können neben echten Abbildern der Umwelt auch zusätzliche oder falsche Objekte „wahr“genommen werden, während Unwichtiges weggelassen und Unwahrscheinliches sogar zensiert werden kann. Das Gehirn kann also mitentscheiden, was wir sehen. Nur in Einzelfällen erkennen wir, dass das Gehirn zu viel nach-„geholfen“ hat und fühlen uns getäuscht. 

Weitere Informationen: Lange Nach der Wissenschaften 2017