Repräsentation des Wissens

Neben den symbolischen Repräsentationen des Wissens beleuchten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des ZLWWG insbesondere auch die materielle Kultur des Wissens.

Die Probleme, die sich bei der Erforschung biologischer und medizinischer Systeme und Prozesse stellen – ihr Systemcharakter, ihre Komplexität, die Vielzahl von kausal interagierenden Ebenen und die Stochastizität von Prozessen –, spiegeln sich in den Problemen der Repräsentation des Wissens über biomedizinische Gegenstände. Das gilt sowohl für den klinischen Kontext, der es mit Patienten, Krankheiten, Diagnosen und Therapien zu tun hat, als auch, z.B., für den molekularbiologischen Kontext, der es mit Molekülen, chemischen Bindungen und Reaktionen zu tun hat. Aufgrund der großen Datenmengen, die in einzelnen Studien (z.B. Genomsequenzierungen oder Studien an Tiermodellen) gewonnen oder in Form von Patientenakten archiviert werden, kann das gewonnene Wissen nur noch durch computergestützte Systeme gespeichert und verfügbar gemacht werden. Dabei versucht man zunehmend und in vielversprechender Weise, die bei der Kodierung und beim Information Retrieval auftretenden Probleme durch computer­gestützte Ontologien in den Griff zu bekommen.